Prof. em. Dr. George Sheldon Faculty of Business and Economics Profiles & Affiliations OverviewResearch Publications Projects & Collaborations Projects & Collaborations OverviewResearch Publications Projects & Collaborations Profiles & Affiliations Projects & Collaborations 9 foundShow per page10 10 20 50 FV-106 | Ein neues Mass für Fachkräftemangel in der Schweiz Research Project | 3 Project MembersUnser Vorhaben zielt darauf ab, ein Indikatorsystem zu entwickeln und umzusetzen, das berufliche Knappheitsverhältnisse alleine an der Dauer der Suche von Arbeitslosen und Firmen nach Stellen bzw. Arbeitskräften misst. Mit Hilfe des geplanten Systems werden wir die Marktlagen auf beruflichen Arbeitsmärkten danach einteilen können, ob Stellenknappheit, Arbeitskräfteknappheit, Mismatch oder Ausgeglichenheit vorherrscht. On the Move Research Project | 1 Project Members"On the Move" is a NCCR program dedicated to the study of immigration and its consequences for Switzerland. Our research within this program is grounded in economic theory and applied econometrics. FV-33 Dynamik der Armut in der Schweiz Research Project | 1 Project MembersArmut ist in der Schweiz immer wieder Gegenstand von Volksinitiativen und hitzigen Debatten. Gemessen wird das Ausmass von Armut anhand der Armutsquote, welches vom Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert wird. Die Quote ist jedoch nur eine Zeitpunktbetrachtung und sagt nichts über den Verlauf und die Persistenz der Armut aus. Das Ziel des Projektes ist es die Dauerhaftigkeit bzw. Durchlässigkeit der Armut hierzulande zu beleuchten und erklären. FV-26 Verdrängungseffekte des Freizügigkeitsabkommens Schweiz-EU auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Research Project | 1 Project MembersMit dem Inkrafttreten des FZA im Juni 2002 und der damit verbundenen Zuwanderung hat sich die Konkurrenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt für ansässige Arbeitskräfte tendenziell erhöht. Ein grosser Teil der Zuwanderer aus dem EU/EFTA-Raum der letzten Jahre verfügte über relativ hohe Qualifikationen. Zudem wurden sie mehrheitlich in Bereichen tätig, welche auch für die ansässige Bevölkerung wachsende Beschäftigungsmöglichkeiten boten und in denen die Erwerbslosigkeit unterdurchschnittlich war. Dies spricht dafür, dass die Zuwanderer das einheimische Arbeitskräftepotenzial relativ gut ergänzte. Die möglichen Auswirkungen der Zuwanderung auf die Löhne wurden in verschiedenen Studien bereits untersucht. Die Auswirkungen des FZA auf die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit hingegen wurden empirisch weniger eingehend analysiert. Eine generelle Verdrängung von ansässigen Arbeitnehmenden aufgrund der Personenfreizügigkeit konnte bislang nicht belegt werden. Allerdings gibt es gewisse Indizien, wonach die Zuwanderung die Arbeitslosigkeit bspw. in einzelnen Grenzregionen doch leicht erhöht haben könnte. Vor diesem Hintergrund soll der Frage empirisch nachgehen, wie sich die seit dem Inkrafttreten des FZA erfolgte Zuwanderung auf die Beschäftigungschancen der ansässigen Bevölkerung hierzulande ausgewirkt hat. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die unterschied lichen Auswirkungen auf die einheimische und die ausländische Bevölkerung in der Schweiz gelegt werden. Die Auswirkung der Konjunkturlage auf den Erwerbsverlauf von Schweizer Hochschulabsolventen Research Project | 2 Project MembersDie Auswirkung der Konjunkturlage auf den Erwerbsverlauf von Schweizer Hochschulabsolventen/ Labour Market Success of Swiss University Graduates and the State of the Economy at Graduation This paper analyses whether the state of the economy at labour market entry has an effect on the mid-term labour market outcomes of Swiss university graduates. It contributes to the question as to whether an individual's labour market outcome is determined by luck. There is evidence for a statistically significant positive effect of favourable labour market entry conditions on wages five years after graduation. Furthermore, the probability of future unemployment is lower for those entering the labour market in its best state. Die Auswirkung der neuen Zuwanderung auf die Fiskalbilanz der Ausländer in der Schweiz Research Project | 2 Project MembersSeit Mitte der 1990er Jahre ist der Bildungsstand der neuen Immigranten in der Schweiz stark angestiegen. Über die Hälfte der im Ausland rekrutierten Arbeitskräfte hat heutzutage einen Hochschulabschluss, verglichen mit weniger als 20 Prozent früher. Da Höherqualifizierte in der Regel mehr an Steuern und Beiträgen an den Staat zahlen, als sie an Leistungen und Transferzahlungen erhalten, ist zunächst davon auszugehen, dass die Fiskalbilanz der Ausländer gegenüber der Schweiz vom gestiegenen Bildungsstand der Zuwanderer profitieren wird. Doch die Sesshaftigkeit der Zuwanderer nimmt mit ihrem Bildungsniveau ab. Infolge dessen ist es durchaus möglich, dass sich die Fiskalbilanz doch nicht so stark verbessert, wie der gestiegene Bildungsstand der Zuwanderer zunächst vermuten lässt. Um dies zu überprüfen, wird zuerst die gleichgewichtige Zusammensetzung der ausländischen Wohnbevölkerung, welche die gegenwärtige Struktur der Zuwanderung impliziert, mit Hilfe eines Markov-Modells vorausgeschätzt und dann diese Struktur mit den gegenwärtigen fikalischen Einzahlungs- und Auszahlungsströmen von Ausländern in der Schweiz verknüpft. B-121 Die Auswirkung der Personenfreizügigkeit in der Schweiz mit der EU auf die Löhne einheimischer Arbeitskräfte Research Project | 2 Project MembersForschungsgegenstand, Zielsetzung des Projekts und Begründung Im Juni 2002 trat das Personenfreizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU in Kraft. Damals wurde und wird heute noch zum Teil befürchtet, dass durch die Zunahme des Wettbewerbs auf dem Schweizer Arbeitsmarkt die Löhne der einheimischen Arbeitskräfte unter Druck geraten könnten. Eine solche Annahme geht aber davon aus, dass die neu zugewanderten und die einheimischen Arbeitskräfte Substitute darstellen. Dies muss aber nicht der Fall sein. Ausländische und heimische Arbeitskräfte könnten auch komplementär zueinander stehen. In diesem Fall würden die Löhne der einheimischen Arbeitskräfte durch die internationale Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes profitiert haben. Bislang sind die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit der Schweiz mit der EU auf die Löhne einheimischer Arbeitskräfte nicht ökonometrisch untersucht worden. Mit unserem Vorhaben soll diese Forschungslücke geschlossen werden. Als Datengrundlage der Untersuchung sollen die Angaben der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebungen (SAKE) der Jahre 2002-2009 dienen. B-109 Altersdiskriminierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Research Project | 2 Project MembersForschungsgegenstand, Zielsetzung des Projekts und Begründung Das Vorhaben knüpft an ein bereits laufendes WWZ-Projekt B-103 an. Dort geht es um die Auswirkungen der Altersgutschriften des BVG auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeit-nehmer. Die Altersgutschrift ist das jährliche Sparkapital, das im Rahmen der zweiten Säule zur Bildung des individuellen Rentenkapitals einbezahlt wird. Sie steigt mit dem Alter des versicherten Arbeitnehmers über vier Stufen an. Die Altersstaffelung der Gutschriften hat zur Folge, dass die Bildung des Rentenkapitals nicht geradlinig erfolgt, sondern mit zunehmendem Alter sich beschleunigt. Da eine Firma wesentlich weniger Lohnprozente an die Pensi-onskasse zu überweisen hat, wenn das Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter niedrig ist, wird befürchtet, dass Firmen jüngere Stellenbewerbende älteren vorziehen. Doch dies muss nicht notwendigerweise zutreffen. Zahllast ist nicht gleich Traglast. Wer letztendlich die Altersgut-schrift trägt, hängt davon ab, welcher Produktionsfaktor der Last am leichtesten ausweichen kann: Kapital oder Arbeit. Um die Auswirkungen der Altersgutschriften auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeits-kräfte zu untersuchen, wurden sämtliche registrierte Episoden von Arbeitslosigkeit der letzten 10 Jahre in der Schweiz mit Hilfe des Regression-Discontinuity-Ansatzes ökonometrisch analysiert. Die bisherigen Ergebnisse haben keine Evidenz für eine Benachteiligung älterer Arbeitnehmer an den BVG-kritischen Altersgrenzen gefunden. Das für viele überraschende Resultat führt unweigerlich zu der Frage, ob es überhaupt Altersdiskriminierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt gibt. Auf die Beantwortung dieser Frage zielt das neue Projekt ab. Zu diesem Zweck sollen neuere zeitreihenanalytische Verfahren, die ursprünglich dazu ent-wickelt wurden, um Strukturbrüche in der Zeitdimension aufzuspüren, neu auf die Dimension Alter angewandt werden. Damit betritt das Projekt auch ökonometrisches Neuland. Als Da-tengrundlage sollen die bisher analysierten Episoden von Arbeitslosigkeit dienen. B-103 Auswirkungen Altersgutschriften BV Research Project | 1 Project MembersDie Altersgutschrift ist das jährliche Sparkapital, das im Rahmen der zweiten Säule zur Bildung des individuellen Rentenkapitals einbezahlt wird, und nach Alter gestaffelt ist. Für Versicherte im Alter zwischen 25 und 34 Jahren (bei Frauen zwischen 25 und 31 Jahren) beträgt die jährliche Altersgutschrift 7 Prozent des gemäss BVG versicherbaren Jahreslohnes ("Koordinationslohn"), der zwischen rund 3'000 und 54'000 Franken liegt. Der Beitragssatz steigt in Abständen von 10 Jahren zunächst auf 10, dann 15 und zuletzt bzw. 10 Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter auf 18 Prozent. Die Altersstaffelung der Gutschriften hat zur Folge, dass die Bildung des Rentenkapitals nicht geradlinig erfolgt, sondern mit zunehmendem Alter sich beschleunigt. Damit schlagen die im späteren Alter erzielten Einkommen im Rentenkapital stärker zu Buche. Auf diese Weise wird das Alterskapital der Inflation weniger lange ausgesetzt. Die Altersstaffelung ist allerdings umstritten. Da eine Firma wesentlich weniger Lohnprozente an die Pensionskasse zu überweisen hat, wenn das Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter niedrig ist, wird befürchtet, dass Firmen jüngere Stellenbewerbende älteren vorziehen. Doch dies muss nicht notwendigerweise zutreffen. Zahllast ist nicht gleich Traglast. Wer letztendlich die Altersgutschrift trägt, hängt davon ab, welcher Produktionsfaktor der Last am leichtesten ausweichen kann: Kapital oder Arbeit. Da Kapital mobiler ist als Arbeit, trägt in der Regel Letzteres die Lohnnebenkosten, und zwar unabhängig von der relativen Höhe der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. In diesem Fall bleiben die Beschäftigungschancen älterer Personen durch die Altersstaffelung weitgehend unberührt. Ziel des geplanten Projekts ist es, die Auswirkung der Altersgutschriften auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer zu quantifizieren. Zu diesem Zweck sollen Angaben aus der Arbeitsvermittlung- und Arbeitsmarktstatistik (AVAM) mit Hilfe des sogenannten Regression-Discontinuity-Ansatzes ökonometrisch ausgewertet werden. Das AVAM enthält umfangreiche Angaben über sämtliche seit 1990 beim Arbeitsamt registrierten Fälle von Arbeitslosigkeit bzw. Stellensuche in der Schweiz. Auf der Basis dieser umfangreichen Datengrundlage dürfte es möglich sein, präzise und verlässliche Resultate zu erzielen. 1 1 OverviewResearch Publications Projects & Collaborations
Projects & Collaborations 9 foundShow per page10 10 20 50 FV-106 | Ein neues Mass für Fachkräftemangel in der Schweiz Research Project | 3 Project MembersUnser Vorhaben zielt darauf ab, ein Indikatorsystem zu entwickeln und umzusetzen, das berufliche Knappheitsverhältnisse alleine an der Dauer der Suche von Arbeitslosen und Firmen nach Stellen bzw. Arbeitskräften misst. Mit Hilfe des geplanten Systems werden wir die Marktlagen auf beruflichen Arbeitsmärkten danach einteilen können, ob Stellenknappheit, Arbeitskräfteknappheit, Mismatch oder Ausgeglichenheit vorherrscht. On the Move Research Project | 1 Project Members"On the Move" is a NCCR program dedicated to the study of immigration and its consequences for Switzerland. Our research within this program is grounded in economic theory and applied econometrics. FV-33 Dynamik der Armut in der Schweiz Research Project | 1 Project MembersArmut ist in der Schweiz immer wieder Gegenstand von Volksinitiativen und hitzigen Debatten. Gemessen wird das Ausmass von Armut anhand der Armutsquote, welches vom Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert wird. Die Quote ist jedoch nur eine Zeitpunktbetrachtung und sagt nichts über den Verlauf und die Persistenz der Armut aus. Das Ziel des Projektes ist es die Dauerhaftigkeit bzw. Durchlässigkeit der Armut hierzulande zu beleuchten und erklären. FV-26 Verdrängungseffekte des Freizügigkeitsabkommens Schweiz-EU auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Research Project | 1 Project MembersMit dem Inkrafttreten des FZA im Juni 2002 und der damit verbundenen Zuwanderung hat sich die Konkurrenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt für ansässige Arbeitskräfte tendenziell erhöht. Ein grosser Teil der Zuwanderer aus dem EU/EFTA-Raum der letzten Jahre verfügte über relativ hohe Qualifikationen. Zudem wurden sie mehrheitlich in Bereichen tätig, welche auch für die ansässige Bevölkerung wachsende Beschäftigungsmöglichkeiten boten und in denen die Erwerbslosigkeit unterdurchschnittlich war. Dies spricht dafür, dass die Zuwanderer das einheimische Arbeitskräftepotenzial relativ gut ergänzte. Die möglichen Auswirkungen der Zuwanderung auf die Löhne wurden in verschiedenen Studien bereits untersucht. Die Auswirkungen des FZA auf die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit hingegen wurden empirisch weniger eingehend analysiert. Eine generelle Verdrängung von ansässigen Arbeitnehmenden aufgrund der Personenfreizügigkeit konnte bislang nicht belegt werden. Allerdings gibt es gewisse Indizien, wonach die Zuwanderung die Arbeitslosigkeit bspw. in einzelnen Grenzregionen doch leicht erhöht haben könnte. Vor diesem Hintergrund soll der Frage empirisch nachgehen, wie sich die seit dem Inkrafttreten des FZA erfolgte Zuwanderung auf die Beschäftigungschancen der ansässigen Bevölkerung hierzulande ausgewirkt hat. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die unterschied lichen Auswirkungen auf die einheimische und die ausländische Bevölkerung in der Schweiz gelegt werden. Die Auswirkung der Konjunkturlage auf den Erwerbsverlauf von Schweizer Hochschulabsolventen Research Project | 2 Project MembersDie Auswirkung der Konjunkturlage auf den Erwerbsverlauf von Schweizer Hochschulabsolventen/ Labour Market Success of Swiss University Graduates and the State of the Economy at Graduation This paper analyses whether the state of the economy at labour market entry has an effect on the mid-term labour market outcomes of Swiss university graduates. It contributes to the question as to whether an individual's labour market outcome is determined by luck. There is evidence for a statistically significant positive effect of favourable labour market entry conditions on wages five years after graduation. Furthermore, the probability of future unemployment is lower for those entering the labour market in its best state. Die Auswirkung der neuen Zuwanderung auf die Fiskalbilanz der Ausländer in der Schweiz Research Project | 2 Project MembersSeit Mitte der 1990er Jahre ist der Bildungsstand der neuen Immigranten in der Schweiz stark angestiegen. Über die Hälfte der im Ausland rekrutierten Arbeitskräfte hat heutzutage einen Hochschulabschluss, verglichen mit weniger als 20 Prozent früher. Da Höherqualifizierte in der Regel mehr an Steuern und Beiträgen an den Staat zahlen, als sie an Leistungen und Transferzahlungen erhalten, ist zunächst davon auszugehen, dass die Fiskalbilanz der Ausländer gegenüber der Schweiz vom gestiegenen Bildungsstand der Zuwanderer profitieren wird. Doch die Sesshaftigkeit der Zuwanderer nimmt mit ihrem Bildungsniveau ab. Infolge dessen ist es durchaus möglich, dass sich die Fiskalbilanz doch nicht so stark verbessert, wie der gestiegene Bildungsstand der Zuwanderer zunächst vermuten lässt. Um dies zu überprüfen, wird zuerst die gleichgewichtige Zusammensetzung der ausländischen Wohnbevölkerung, welche die gegenwärtige Struktur der Zuwanderung impliziert, mit Hilfe eines Markov-Modells vorausgeschätzt und dann diese Struktur mit den gegenwärtigen fikalischen Einzahlungs- und Auszahlungsströmen von Ausländern in der Schweiz verknüpft. B-121 Die Auswirkung der Personenfreizügigkeit in der Schweiz mit der EU auf die Löhne einheimischer Arbeitskräfte Research Project | 2 Project MembersForschungsgegenstand, Zielsetzung des Projekts und Begründung Im Juni 2002 trat das Personenfreizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU in Kraft. Damals wurde und wird heute noch zum Teil befürchtet, dass durch die Zunahme des Wettbewerbs auf dem Schweizer Arbeitsmarkt die Löhne der einheimischen Arbeitskräfte unter Druck geraten könnten. Eine solche Annahme geht aber davon aus, dass die neu zugewanderten und die einheimischen Arbeitskräfte Substitute darstellen. Dies muss aber nicht der Fall sein. Ausländische und heimische Arbeitskräfte könnten auch komplementär zueinander stehen. In diesem Fall würden die Löhne der einheimischen Arbeitskräfte durch die internationale Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes profitiert haben. Bislang sind die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit der Schweiz mit der EU auf die Löhne einheimischer Arbeitskräfte nicht ökonometrisch untersucht worden. Mit unserem Vorhaben soll diese Forschungslücke geschlossen werden. Als Datengrundlage der Untersuchung sollen die Angaben der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebungen (SAKE) der Jahre 2002-2009 dienen. B-109 Altersdiskriminierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Research Project | 2 Project MembersForschungsgegenstand, Zielsetzung des Projekts und Begründung Das Vorhaben knüpft an ein bereits laufendes WWZ-Projekt B-103 an. Dort geht es um die Auswirkungen der Altersgutschriften des BVG auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeit-nehmer. Die Altersgutschrift ist das jährliche Sparkapital, das im Rahmen der zweiten Säule zur Bildung des individuellen Rentenkapitals einbezahlt wird. Sie steigt mit dem Alter des versicherten Arbeitnehmers über vier Stufen an. Die Altersstaffelung der Gutschriften hat zur Folge, dass die Bildung des Rentenkapitals nicht geradlinig erfolgt, sondern mit zunehmendem Alter sich beschleunigt. Da eine Firma wesentlich weniger Lohnprozente an die Pensi-onskasse zu überweisen hat, wenn das Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter niedrig ist, wird befürchtet, dass Firmen jüngere Stellenbewerbende älteren vorziehen. Doch dies muss nicht notwendigerweise zutreffen. Zahllast ist nicht gleich Traglast. Wer letztendlich die Altersgut-schrift trägt, hängt davon ab, welcher Produktionsfaktor der Last am leichtesten ausweichen kann: Kapital oder Arbeit. Um die Auswirkungen der Altersgutschriften auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeits-kräfte zu untersuchen, wurden sämtliche registrierte Episoden von Arbeitslosigkeit der letzten 10 Jahre in der Schweiz mit Hilfe des Regression-Discontinuity-Ansatzes ökonometrisch analysiert. Die bisherigen Ergebnisse haben keine Evidenz für eine Benachteiligung älterer Arbeitnehmer an den BVG-kritischen Altersgrenzen gefunden. Das für viele überraschende Resultat führt unweigerlich zu der Frage, ob es überhaupt Altersdiskriminierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt gibt. Auf die Beantwortung dieser Frage zielt das neue Projekt ab. Zu diesem Zweck sollen neuere zeitreihenanalytische Verfahren, die ursprünglich dazu ent-wickelt wurden, um Strukturbrüche in der Zeitdimension aufzuspüren, neu auf die Dimension Alter angewandt werden. Damit betritt das Projekt auch ökonometrisches Neuland. Als Da-tengrundlage sollen die bisher analysierten Episoden von Arbeitslosigkeit dienen. B-103 Auswirkungen Altersgutschriften BV Research Project | 1 Project MembersDie Altersgutschrift ist das jährliche Sparkapital, das im Rahmen der zweiten Säule zur Bildung des individuellen Rentenkapitals einbezahlt wird, und nach Alter gestaffelt ist. Für Versicherte im Alter zwischen 25 und 34 Jahren (bei Frauen zwischen 25 und 31 Jahren) beträgt die jährliche Altersgutschrift 7 Prozent des gemäss BVG versicherbaren Jahreslohnes ("Koordinationslohn"), der zwischen rund 3'000 und 54'000 Franken liegt. Der Beitragssatz steigt in Abständen von 10 Jahren zunächst auf 10, dann 15 und zuletzt bzw. 10 Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter auf 18 Prozent. Die Altersstaffelung der Gutschriften hat zur Folge, dass die Bildung des Rentenkapitals nicht geradlinig erfolgt, sondern mit zunehmendem Alter sich beschleunigt. Damit schlagen die im späteren Alter erzielten Einkommen im Rentenkapital stärker zu Buche. Auf diese Weise wird das Alterskapital der Inflation weniger lange ausgesetzt. Die Altersstaffelung ist allerdings umstritten. Da eine Firma wesentlich weniger Lohnprozente an die Pensionskasse zu überweisen hat, wenn das Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter niedrig ist, wird befürchtet, dass Firmen jüngere Stellenbewerbende älteren vorziehen. Doch dies muss nicht notwendigerweise zutreffen. Zahllast ist nicht gleich Traglast. Wer letztendlich die Altersgutschrift trägt, hängt davon ab, welcher Produktionsfaktor der Last am leichtesten ausweichen kann: Kapital oder Arbeit. Da Kapital mobiler ist als Arbeit, trägt in der Regel Letzteres die Lohnnebenkosten, und zwar unabhängig von der relativen Höhe der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. In diesem Fall bleiben die Beschäftigungschancen älterer Personen durch die Altersstaffelung weitgehend unberührt. Ziel des geplanten Projekts ist es, die Auswirkung der Altersgutschriften auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer zu quantifizieren. Zu diesem Zweck sollen Angaben aus der Arbeitsvermittlung- und Arbeitsmarktstatistik (AVAM) mit Hilfe des sogenannten Regression-Discontinuity-Ansatzes ökonometrisch ausgewertet werden. Das AVAM enthält umfangreiche Angaben über sämtliche seit 1990 beim Arbeitsamt registrierten Fälle von Arbeitslosigkeit bzw. Stellensuche in der Schweiz. Auf der Basis dieser umfangreichen Datengrundlage dürfte es möglich sein, präzise und verlässliche Resultate zu erzielen. 1 1
FV-106 | Ein neues Mass für Fachkräftemangel in der Schweiz Research Project | 3 Project MembersUnser Vorhaben zielt darauf ab, ein Indikatorsystem zu entwickeln und umzusetzen, das berufliche Knappheitsverhältnisse alleine an der Dauer der Suche von Arbeitslosen und Firmen nach Stellen bzw. Arbeitskräften misst. Mit Hilfe des geplanten Systems werden wir die Marktlagen auf beruflichen Arbeitsmärkten danach einteilen können, ob Stellenknappheit, Arbeitskräfteknappheit, Mismatch oder Ausgeglichenheit vorherrscht.
On the Move Research Project | 1 Project Members"On the Move" is a NCCR program dedicated to the study of immigration and its consequences for Switzerland. Our research within this program is grounded in economic theory and applied econometrics.
FV-33 Dynamik der Armut in der Schweiz Research Project | 1 Project MembersArmut ist in der Schweiz immer wieder Gegenstand von Volksinitiativen und hitzigen Debatten. Gemessen wird das Ausmass von Armut anhand der Armutsquote, welches vom Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert wird. Die Quote ist jedoch nur eine Zeitpunktbetrachtung und sagt nichts über den Verlauf und die Persistenz der Armut aus. Das Ziel des Projektes ist es die Dauerhaftigkeit bzw. Durchlässigkeit der Armut hierzulande zu beleuchten und erklären.
FV-26 Verdrängungseffekte des Freizügigkeitsabkommens Schweiz-EU auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Research Project | 1 Project MembersMit dem Inkrafttreten des FZA im Juni 2002 und der damit verbundenen Zuwanderung hat sich die Konkurrenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt für ansässige Arbeitskräfte tendenziell erhöht. Ein grosser Teil der Zuwanderer aus dem EU/EFTA-Raum der letzten Jahre verfügte über relativ hohe Qualifikationen. Zudem wurden sie mehrheitlich in Bereichen tätig, welche auch für die ansässige Bevölkerung wachsende Beschäftigungsmöglichkeiten boten und in denen die Erwerbslosigkeit unterdurchschnittlich war. Dies spricht dafür, dass die Zuwanderer das einheimische Arbeitskräftepotenzial relativ gut ergänzte. Die möglichen Auswirkungen der Zuwanderung auf die Löhne wurden in verschiedenen Studien bereits untersucht. Die Auswirkungen des FZA auf die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit hingegen wurden empirisch weniger eingehend analysiert. Eine generelle Verdrängung von ansässigen Arbeitnehmenden aufgrund der Personenfreizügigkeit konnte bislang nicht belegt werden. Allerdings gibt es gewisse Indizien, wonach die Zuwanderung die Arbeitslosigkeit bspw. in einzelnen Grenzregionen doch leicht erhöht haben könnte. Vor diesem Hintergrund soll der Frage empirisch nachgehen, wie sich die seit dem Inkrafttreten des FZA erfolgte Zuwanderung auf die Beschäftigungschancen der ansässigen Bevölkerung hierzulande ausgewirkt hat. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die unterschied lichen Auswirkungen auf die einheimische und die ausländische Bevölkerung in der Schweiz gelegt werden.
Die Auswirkung der Konjunkturlage auf den Erwerbsverlauf von Schweizer Hochschulabsolventen Research Project | 2 Project MembersDie Auswirkung der Konjunkturlage auf den Erwerbsverlauf von Schweizer Hochschulabsolventen/ Labour Market Success of Swiss University Graduates and the State of the Economy at Graduation This paper analyses whether the state of the economy at labour market entry has an effect on the mid-term labour market outcomes of Swiss university graduates. It contributes to the question as to whether an individual's labour market outcome is determined by luck. There is evidence for a statistically significant positive effect of favourable labour market entry conditions on wages five years after graduation. Furthermore, the probability of future unemployment is lower for those entering the labour market in its best state.
Die Auswirkung der neuen Zuwanderung auf die Fiskalbilanz der Ausländer in der Schweiz Research Project | 2 Project MembersSeit Mitte der 1990er Jahre ist der Bildungsstand der neuen Immigranten in der Schweiz stark angestiegen. Über die Hälfte der im Ausland rekrutierten Arbeitskräfte hat heutzutage einen Hochschulabschluss, verglichen mit weniger als 20 Prozent früher. Da Höherqualifizierte in der Regel mehr an Steuern und Beiträgen an den Staat zahlen, als sie an Leistungen und Transferzahlungen erhalten, ist zunächst davon auszugehen, dass die Fiskalbilanz der Ausländer gegenüber der Schweiz vom gestiegenen Bildungsstand der Zuwanderer profitieren wird. Doch die Sesshaftigkeit der Zuwanderer nimmt mit ihrem Bildungsniveau ab. Infolge dessen ist es durchaus möglich, dass sich die Fiskalbilanz doch nicht so stark verbessert, wie der gestiegene Bildungsstand der Zuwanderer zunächst vermuten lässt. Um dies zu überprüfen, wird zuerst die gleichgewichtige Zusammensetzung der ausländischen Wohnbevölkerung, welche die gegenwärtige Struktur der Zuwanderung impliziert, mit Hilfe eines Markov-Modells vorausgeschätzt und dann diese Struktur mit den gegenwärtigen fikalischen Einzahlungs- und Auszahlungsströmen von Ausländern in der Schweiz verknüpft.
B-121 Die Auswirkung der Personenfreizügigkeit in der Schweiz mit der EU auf die Löhne einheimischer Arbeitskräfte Research Project | 2 Project MembersForschungsgegenstand, Zielsetzung des Projekts und Begründung Im Juni 2002 trat das Personenfreizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU in Kraft. Damals wurde und wird heute noch zum Teil befürchtet, dass durch die Zunahme des Wettbewerbs auf dem Schweizer Arbeitsmarkt die Löhne der einheimischen Arbeitskräfte unter Druck geraten könnten. Eine solche Annahme geht aber davon aus, dass die neu zugewanderten und die einheimischen Arbeitskräfte Substitute darstellen. Dies muss aber nicht der Fall sein. Ausländische und heimische Arbeitskräfte könnten auch komplementär zueinander stehen. In diesem Fall würden die Löhne der einheimischen Arbeitskräfte durch die internationale Öffnung des Schweizer Arbeitsmarktes profitiert haben. Bislang sind die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit der Schweiz mit der EU auf die Löhne einheimischer Arbeitskräfte nicht ökonometrisch untersucht worden. Mit unserem Vorhaben soll diese Forschungslücke geschlossen werden. Als Datengrundlage der Untersuchung sollen die Angaben der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebungen (SAKE) der Jahre 2002-2009 dienen.
B-109 Altersdiskriminierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Research Project | 2 Project MembersForschungsgegenstand, Zielsetzung des Projekts und Begründung Das Vorhaben knüpft an ein bereits laufendes WWZ-Projekt B-103 an. Dort geht es um die Auswirkungen der Altersgutschriften des BVG auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeit-nehmer. Die Altersgutschrift ist das jährliche Sparkapital, das im Rahmen der zweiten Säule zur Bildung des individuellen Rentenkapitals einbezahlt wird. Sie steigt mit dem Alter des versicherten Arbeitnehmers über vier Stufen an. Die Altersstaffelung der Gutschriften hat zur Folge, dass die Bildung des Rentenkapitals nicht geradlinig erfolgt, sondern mit zunehmendem Alter sich beschleunigt. Da eine Firma wesentlich weniger Lohnprozente an die Pensi-onskasse zu überweisen hat, wenn das Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter niedrig ist, wird befürchtet, dass Firmen jüngere Stellenbewerbende älteren vorziehen. Doch dies muss nicht notwendigerweise zutreffen. Zahllast ist nicht gleich Traglast. Wer letztendlich die Altersgut-schrift trägt, hängt davon ab, welcher Produktionsfaktor der Last am leichtesten ausweichen kann: Kapital oder Arbeit. Um die Auswirkungen der Altersgutschriften auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeits-kräfte zu untersuchen, wurden sämtliche registrierte Episoden von Arbeitslosigkeit der letzten 10 Jahre in der Schweiz mit Hilfe des Regression-Discontinuity-Ansatzes ökonometrisch analysiert. Die bisherigen Ergebnisse haben keine Evidenz für eine Benachteiligung älterer Arbeitnehmer an den BVG-kritischen Altersgrenzen gefunden. Das für viele überraschende Resultat führt unweigerlich zu der Frage, ob es überhaupt Altersdiskriminierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt gibt. Auf die Beantwortung dieser Frage zielt das neue Projekt ab. Zu diesem Zweck sollen neuere zeitreihenanalytische Verfahren, die ursprünglich dazu ent-wickelt wurden, um Strukturbrüche in der Zeitdimension aufzuspüren, neu auf die Dimension Alter angewandt werden. Damit betritt das Projekt auch ökonometrisches Neuland. Als Da-tengrundlage sollen die bisher analysierten Episoden von Arbeitslosigkeit dienen.
B-103 Auswirkungen Altersgutschriften BV Research Project | 1 Project MembersDie Altersgutschrift ist das jährliche Sparkapital, das im Rahmen der zweiten Säule zur Bildung des individuellen Rentenkapitals einbezahlt wird, und nach Alter gestaffelt ist. Für Versicherte im Alter zwischen 25 und 34 Jahren (bei Frauen zwischen 25 und 31 Jahren) beträgt die jährliche Altersgutschrift 7 Prozent des gemäss BVG versicherbaren Jahreslohnes ("Koordinationslohn"), der zwischen rund 3'000 und 54'000 Franken liegt. Der Beitragssatz steigt in Abständen von 10 Jahren zunächst auf 10, dann 15 und zuletzt bzw. 10 Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter auf 18 Prozent. Die Altersstaffelung der Gutschriften hat zur Folge, dass die Bildung des Rentenkapitals nicht geradlinig erfolgt, sondern mit zunehmendem Alter sich beschleunigt. Damit schlagen die im späteren Alter erzielten Einkommen im Rentenkapital stärker zu Buche. Auf diese Weise wird das Alterskapital der Inflation weniger lange ausgesetzt. Die Altersstaffelung ist allerdings umstritten. Da eine Firma wesentlich weniger Lohnprozente an die Pensionskasse zu überweisen hat, wenn das Durchschnittsalter seiner Mitarbeiter niedrig ist, wird befürchtet, dass Firmen jüngere Stellenbewerbende älteren vorziehen. Doch dies muss nicht notwendigerweise zutreffen. Zahllast ist nicht gleich Traglast. Wer letztendlich die Altersgutschrift trägt, hängt davon ab, welcher Produktionsfaktor der Last am leichtesten ausweichen kann: Kapital oder Arbeit. Da Kapital mobiler ist als Arbeit, trägt in der Regel Letzteres die Lohnnebenkosten, und zwar unabhängig von der relativen Höhe der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. In diesem Fall bleiben die Beschäftigungschancen älterer Personen durch die Altersstaffelung weitgehend unberührt. Ziel des geplanten Projekts ist es, die Auswirkung der Altersgutschriften auf die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer zu quantifizieren. Zu diesem Zweck sollen Angaben aus der Arbeitsvermittlung- und Arbeitsmarktstatistik (AVAM) mit Hilfe des sogenannten Regression-Discontinuity-Ansatzes ökonometrisch ausgewertet werden. Das AVAM enthält umfangreiche Angaben über sämtliche seit 1990 beim Arbeitsamt registrierten Fälle von Arbeitslosigkeit bzw. Stellensuche in der Schweiz. Auf der Basis dieser umfangreichen Datengrundlage dürfte es möglich sein, präzise und verlässliche Resultate zu erzielen.