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Faculty of Humanities and Social Sciences

Department of Ancient Civilizations

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EGRAPSA: Retracing the evolutions of handwritings in Greco-Roman Egypt thanks to digital palaeography

Research Project  | 4 Project Members

Papyri preserved by the dry climate of Egypt are an unparalleled source of information on the Ancient World. Around 80,000 papyri written in ancient Greek have already been published, covering a millennium between the time of Alexander the Great and the Arab conquest of Egypt (end of 4th c. BCE to early 8th c. CE). However, their large number, their diversity and their current dispersion have impeded a comprehensive grasp of their nature and content. In particular, palaeography, as the study of handwritings that has the potential to unveil who, where and when a text has been written, still relies on experts' assertions which rarely reach consensus. New technological advances in Computer Science allow now building the big picture of the writing culture of Greco-Roman Egypt and developing scientific analyses of scripts. The goal of EGRAPSA project (literally "I have written" in Ancient Greek) is to provide a new theoretical framework to the palaeography of Greek papyri. Starting from sound evidence, it aims at retracing the evolutions of handwritings, generating a model that, in turn, can contribute at organizing the papyrological documentation in a coherent panorama, improving the solidity of dates and writer identifications made on palaeographical grounds. The ground-breaking dimension of the project is not only in its scope that encompasses the entire papyrological documentation in its complexity, and in its conceptual approach to make sense of the plurality of scripts by discerning evolution phenomena but also in its methodological choice to measure similarities and explain evolutions by focusing on the reconstruction of the dynamics of writing, thus to literally re-trace handwritings.

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Mobilität, Sozialstrukturen und Lebensweise im spätantiken Basilia und im frühmittelalterlichen Bazela

Research Project  | 7 Project Members

Im Rahmen des Projekts «Mobilität, Sozialstrukturen und Lebensweise im spätantiken Basilia und im frühmittelalterlichen Bazela » soll eine der wichtigsten und spannendsten Epochen der Basler Stadtgeschichte, das Frühmittelalter, neu betrachtet werden. Diese umfasst einen Zeitabschnitt, in dem sogenannte «Völkerwanderungen» angenommen werden und das spätantike Basilia bzw. frühmittelalterliche Bazela aufgrund seiner Lage an der Grenze des Weströmischen Reiches Schauplatz zahlreicher politischer, kultureller und wirtschaftlicher Interaktionen wurde. Der fragliche Zeitraum ist jedoch nach wie vor stark von umstrittenen (Völkerwanderungs-)Narrativen geprägt , die sich aus der Interpretation der antiken Schriftquellen bildeten, sodass eine rein ethnische Kategorisierung der archäologischen Funde und Befunde in Basel eine zentrale Rolle spielt. Mit diesem Projekt wird nicht nur eine bisher fehlende zusammenfassende Auswertung der frühmittelalterlichen Gräberfelder Basels , sondern auch eine Interpretation archäo(bio)logischer Daten vorgelegt, die weit über die bisherigen Studien zur «Völkerwanderungszeit» in Basel hinausgeht und sich der aktuellen europaweiten Forschung zu diesem Thema anschliesst. Von zentraler Bedeutung für die Frühgeschichte der Stadt Basel ist in diesem Kontext die Klärung der Frage, ob sich die traditionellen, ausschliesslich auf geisteswissenschaftlichen Methoden basierten und heute kontrovers diskutierten Migrationswellen der sogenannten Alamannen, Franken und Donausueben innerhalb und an der Grenze des romanischen Gebiets von Basilia bzw. Bazela verifizieren lassen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die spätantiken und frühmittelalterlichen Gräberfelder Basels). Diese sind geographisch über das gesamte Stadtgebiet beiderseits des Rheines verteilt, der bis zum Ende des 5. Jh. n. Chr. die Reichsgrenze bildete. Die Bestattungsplätze decken den Zeitraum zwischen dem 4. und 8. Jh. n. Chr. ab und stellen somit einen einmaligen und repräsentativen Überblick über eine Zeitspanne von fast 400 Jahren dar. Grundlegende anthropologische und chronologische Angaben müssen jedoch aktualisiert bzw. anhand von Radiokarbondatierungen verifiziert werden. Eine neue (und aktuell bereits laufende) Auswertung des archäologischen Materials zeigt aber konkretere Unterschiede bzw. Ähnlichkeiten in den lokalen Bestattungspraktiken und in den klein- bis weiträumigen Beziehungsgeflechten der verschiedenen frühmittelalterlichen Gruppen auf. In diesem Zusammenhang ermöglicht die Analyse von Strontium-, Sauerstoff- und Kohlenstoffisotopen an ausgewählten Skeletten, lokal von nicht-lokal aufgewachsenen Individuen zu unterscheiden. Dabei lassen Methoden der physischen und Humangeographie ein grundlegendes Verständnis der anthropogenen Nutzung des Umlandes und daher der Zusammensetzung der (Strontium-)Isotopenverhältnisse im Skelett der lokalen Menschen erkennen. Die Nachkommen fremder Individuen lassen sich zudem über spätere Generationen anhand von aDNA-Analysen unterscheiden, was die Rekonstruktion der Migrationsgeschichte ebenso wie die Untersuchung von Kontinuitäten verfeinert. Überdies werden hiermit die ersten kombinierten Isotopen- und aDNA-Daten für diese Zeit in diesem Raum generiert, sodass - insbesondere hinsichtlich der bisher unterrepräsentierten genetischen Daten - das Projekt auch eine wichtige Grundlagenarbeit darstellt. Die gemeinsame interdisziplinäre Auswertung der Daten führt schliesslich zu einer möglichst objektiven Rekonstruktion der spätantiken und frühmittelalterlichen Sozialstruktur, Subsistenzstrategien und Mobilitäts- bzw. Migrationsmuster in Basel. Unsere Ergebnisse zu den heute hochaktuellen Themen «Identität» und «Integration» werden nicht nur der wissenschaftlichen community , sondern auch der breiten Öffentlichkeit vermittelt , was u.a. durch die Einbindung in das seit 2018 angelaufene Projekt Stadt.Geschichte.Basel gewährleistet ist.

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The Albanian Language in Antiquity

Research Project  | 4 Project Members

Within the Indo-European language family, to which most of the languages of Europe belong, Albanian forms a branch of its own. Along with Greek and the Romance languages, Albanian is the only direct descendant of those languages spoken in the Balkans in ancient times. Content and aim of the research project Albanian has only been known from written sources since the 16th century AD. Therefore, we do not know exactly what the language looked like in ancient times and in the early Middle Ages. It is also disputed in which region of the Balkans the precursor of Albanian, called Proto-Albanian, was spoken. Our project tries to find an answer to the questions of what the precursor of the Albanian language looked like between 1500 and 2000 years ago, and where this precursor was spoken. This can only be answered indirectly. The linguistic-historical comparison of words and the grammar of Albanian with other related languages allows certain conclusions about the earlier linguistic state of Albanian. In addition, the project is investigating the extensive ancient Greek and Latin vocabulary that Proto-Albanian borrowed, as well as the Proto-Albanian words that were incorporated into early Romanian. This will also allow us to determine the shape of Proto-Albanian more precisely. Scientific and social context The project aims first and foremost at the linguistic and cultural history of Albanian. The results will also be relevant for Greek, Latin, Romance and Indo-European linguistics. Furthermore, our results will contribute to a more balanced linguistic and cultural history of the Balkan Peninsula.

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Meet and greet: Squares in Secondary Agglomerations of the Northwestern Roman Provinces

Research Project  | 6 Project Members

Nachdem die Fora der großen Städte vergleichsweise gut erforscht sind, ist der Kenntnisstand zu ihren Pendants in den vici wesentlich geringer. In ihnen finden sich ebenfalls Platzanlagen, die eine Vielzahl vergleichbarer Funktionen wie in den Städten übernommen hatten. Versucht man den Begriff Forum aber auf diese zu übertragen, offenbart sich eine Problematik der direkten Übertragbarkeit, welche mit Methoden der Archäologie, der Archäoinformatik, der naturwissenschaftlichen Archäologie und der Alten Geschichte interdisziplinär angegangen werden soll. Das Forschungsprojekt beruht dabei auf Vorarbeiten der lead agency (Universität zu Köln, Archäologisches Institut) in Bregenz-Brigantium Die Archäologie der Römischen Provinzen versucht Charakteristika dieser Platzanlagen herauszuarbeiten und ihre Funktion im Vergleich zu den Fora der Städte zu beleuchten: Administrative, kultische und merkantile Aspekte weisen auf ein multifunktionales Konzept hin, welches bedarfsorientiert angepasst wurde. Zur Überprüfung der architektonischen, althistorischen und chronologischen Spezifika dienen integrativ durchgeführte Fallstudien aussagekräftiger key-sites, wie z.B. Aachen- Aquae Granni , Kempten- Cambodunum oder Bregenz- Brigantium . Damit können auch Indikatoren zum Nachweis einer wie auch immer gearteten Selbstverwaltung dieser Gemeinwesen herausgearbeitet werden. Althistorische Analysen erörtern die Rolle und Bedeutung der Platzanlagen für das jeweilige Gemeinwesen. Dabei stehen die (Neu-) Bewertung der ausgewählten Fundstellen und die Einbettung von kleinstädtischen Siedlungen in die sozio-kulturellen und politischen Prozesse im Fokus. Der Blick geht dabei auf die Regionen mit einer ausreichenden Zahl an althistorischem Quellmaterial. Computergestützte Methoden werden für einen multiskalaren Ansatz zur Untersuchung von Plätzen in sekundären Ballungsräumen eingesetzt. Auf der innerörtlichen Ebene zielen sie darauf ab, sozio-symbolische Aspekte von Plätzen zu erforschen, insbesondere solche, die mit Sichtbarkeit und Bewegung im Raum zu tun haben. Auf regionaler Ebene werden Computersimulationen (räumliche Interaktionsmodelle) eingesetzt, um die menschlichen Interaktionen zwischen Siedlungen zu untersuchen und so die wirtschaftlichen und administrativen Funktionen von vici weiter zu beleuchten. Im Hinblick auf die tatsächliche Nutzung dieser Platzanlagen durch die damaligen Bewohner*innen versprechen archäozoologische und geoarchäologische Untersuchungen durch den Schweizerischen Projektpartner in Basel wesentliche neue Erkenntnisse. Diese können die tatsächlichen Nutzer dieser Anlagen durch Nahrungsabfälle und Hinterlassenschaften kultischer Handlungen besser fassbar werden lassen. Mehrheitlich kaum befestigte Plätze weisen eine erhebliche Akkumulation von Umwelteinflüssen auf, weshalb die Mikromorphologie die Biografie dieser Anlagen präzisieren kann.