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Dissertation Dirnberger: Ökonomie des Unheils. Die Motivwelt von Sacharja 11 und die wirtschaftlichen Strukturen im ptolemäischen Judäa

Research Project
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01.02.2023
 - 31.01.2027

ולא יהיה כנעני עוד בבית יהוה צבאות ביום ההוא , «und es gibt keine Händler mehr im Haus von JHWH Zebaoth an jenem Tag». Mit diesem Satz endet die grosse endzeitliche Vision am Schluss den Sacharjabuches. Dieses überraschende Ende für eine Vision über die Wallfahrt der Völker zur Sukkot-Feier nach Jerusalem, wo JHWH als König über die Welt regiert, fokussiert auf ein Detail, die כנעני , die Händler. Dieses Stichwort verweist zurück in die Mitte des zweiten Teils des Sacharjabuches (Sach 9–14), ins Kap. 11. In Sach 11,4–16 finden wir die Händler als Teil einer Motivwelt von Schlachtschafen, Hirten und Händlern. Diese fällt nicht nur innerhalb des Sacharjabuches, sondern auch im Vergleich mit Hirt-Herde-Motiven in anderen prophetischen Texten des Alten Testaments auf. Es werden Schafe verkauft und gekauft, Reichtümer werden angehäuft, Hirten arbeiten für die Schafhändler und es wird Lohn gezahlt. Diese vielen wirtschaftlichen Elemente in der Motivwelt von Sach 11,4–16 sind in der Forschung bis heute nicht zusammenhängend beleuchtet worden. Die Arbeit unter dem Titel «Ökonomie des Unheils. Die Motivwelt von Sacharja 11 und die wirtschaftlichen Strukturen im ptolemäischen Judäa» will zeigen, dass diese Motivwelt durch eine wirtschaftliche Linse adäquat erfasst werden kann. Darauf aufbauend wird vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Entwicklungen im historischen Entstehungskontext von Sach 9–14, dem frühhellenistischen Judäa, ein Gesamtverständnis für den vielschichtigen Text von Sach 11 entwickelt. Durch die Ausleuchtung der Motivwelt durch eine wirtschaftliche Linse werden die verschiedenen Diskurse in ihrem Zusammenwirken greifbar. Aufbauend auf dieser Auslegung von Sach 11 mit wirtschaftlichem Fokus entwickelt diese Arbeit auch zusätzliche Verstehensperspektiven für einzelne Elemente der nachfolgenden Schlussvision in Kap. 12–14, nicht zuletzt für den Schlusssatz des gesamten Sacharjabuches; «und es gibt keine Händler mehr im Haus von JHWH Zebaoth an jenem Tag».

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Sonja Ammann

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Anita Dirnberger

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