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Correlation of Antibodies against native Myelin Oligodendrocyte Glycoprotein with Disease Course and Treatment Responses in Patients with Multiple Sclerosis

Research Project
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01.12.2010
 - 30.11.2011

Multiple Sklerose (MS) ist eine autoimmune Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der es durch eine Infiltration von Immunzellen zu einer Zerstörung von Myelin und Neuronen kommt. Zu diesen Immunzellen gehören die sogenannten B-Zellen, die über die Produktion von Antikörpern und Präsentation von Antigen zur Immunantwort beitragen. Aus therapeutischen Studien mit Plasmaaustauschverfahren (Entfernung von Antikörpern aus dem Serum) und medikamentösen Therapien, die zu einer Zerstörung von B-Zellen führen, wissen wir, dass B-Zellen und Antikörper zur Krankheitsentstehung der MS beitragen können. Auch in feingeweblichen Untersuchungen von MS-Hirngewebe konnten in den Plaques abgelagerte Antikörper und eingewanderte B-Zellen nachgewiesen werden. Der Eiweissstoff, der von diesen B-Zellen und Antikörpern erkannt wird, ist allerdings bisher nicht bekannt. Eine Hypothese besagt, dass es sich bei dem gesuchten Eiweissstoff um einen körpereigenen Stoff handelt, der in der weissen Substanz des Gehirns zu finden ist. Ein Eiweiss, das hierbei in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit erregt hat, ist das Myelin Oligodendrozyten Glykoprotein. Es ist ausschliesslich im Myelin des zentralen Nervensystems exprimiert und dort an der Aussenseite lokalisiert. Im Tiermodell kann eine Immunantwort gegen dieses Eiweiss, insbesondere eine Antikörperantwort, eine MS-ähnliche Erkrankung auslösen. Eine wichtige Voraussetzung für das krankheitsauslösende Potential dieser Antikörper ist, dass sie das MOG Eiweiss in der natürlich vorkommenden Struktur erkennen. Vor wenigen Jahren konnten solche MOG-Antikörper bei Patienten mit kindlicher MS und akut demyelinisierender Enzephalomyelitis nachgewiesen werden. Diese Antikörper scheinen aber auch bei einer kleineren Zahl erwachsener MS-Patienten vorzukommen. Ziel des hier beantragten Projektes ist, die Antikörper-Antwort gegen das natürlich vorkommende MOG mittels eines durchflusszytometrischen Tests bei erwachsenen MS Patienten zu bestimmen. Es soll der zeitliche Verlauf dieser Antikörper und eine mögliche Korrelation dieser Antikörper mit dem klinischen Verlauf, dem Therapieansprechen und kernspintomographischen Besonderheiten untersucht werden. Sollten sich hierbei Zusammenhänge aufweisen lassen, wäre der MOG-Antikörpernachweis als ein diagnostischer Test, als sogenannter Biomarker, zu verwenden. Er könnte dann eventuell Hinweise auf den weiteren Verlauf der Erkrankung oder das Therapieansprechen geben. Auch könnte dadurch eine Untergruppe von MS-Patienten identifiziert werden, die eventuell eine besondere Pathogenese aufweist, ähnlich dem Nachweis von Aquaporin 4 Antikörpern bei Patienten mit Neuromyelitis optica.

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Tobias Johannes Derfuss

Principal Investigator